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Erwachsen werden.

30. Juli 2009 um 18:52

Hallo,
wenn es das Thema in ähnlicher Form schon gibt dann tut mir das Leid. Ich habe die Themen nicht durchgeschaut.
Ich möchte gerne die Meinung von ein paar Außenstehenden anhören.
Ich bin 14 und habe in letzter Zeit einige Probleme. Ich habe Schwierigkeiten, Spaß mit Freunden zu haben weil ich nur noch bei meiner Familie sein will. Ich will abends nicht weggehen, und all diese Dinge, die meine Freunde machen erscheinen mir zurzeit so falsch.
Meine Freundin meinte, dass das etwas mit Verlustängsten zu tun hat, da meine Eltern sich sehr früh getrennt haben und mein Vater in Südamerika lebt. Ich sehe ihn sehr selten, das letzte Mal vor einem Jahr, dieses Jahr gar nicht. Das macht mich sehr traurig.
Trotzdem kenne ich Leute, denen es sehr viel schlechter geht als mir und die trotzdem keine Probleme damit haben, ihre Familie ein bisschen mehr loszulassen. Und das gehört, denke ich mal, zum Erwachsenwerden dazu?
Am liebsten würde ich wieder ein Kind sein. Ohne Probleme und Sorgen.
Was meint ihr, könnte ich tun, um mir weniger Gedanken machen zu müssen und ein Leben zu führen wie ein normaler Jugendlicher?
Viele Grüße, Laura.

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1. August 2009 um 21:33

Hallo
Hey Laura,

ich kenne dieses Gefühl nicht loslassen zu können/wollen. Als ich in deinem Alter war (was jetzt 6 Jahre her ist) war ich total rebellisch, hab in der schule nachgelassen,hab gelogen und viel scheiß gemacht. Nichts was mich in Schwierigkeiten hätte bringen können...war eben mitten in der Pubertät. Und dann so mit 16 habe ich mich dann eines besseren belehrt und habe begonnen ehrlich zu sein und einfach der liebe Mensch der ich heute auch bin. Doch vor zwei Jaahren ist mein Vater an Lungenkrebs erkrankt und wir haben das alles wirklich bis zum bitteren Ende (er ist dieses Jahr am 12.Mai gestorben...zuhause im bett meiner eltern und ich habe es voll mitbekommen). Ich bin die 2 Jahre auch kaum weggegangen, nur das nötigste halt...Schule oder maaal ins kino oder ne freundin zu mir eingeladen oder eben noch so sachen die ich mit meinen eltern machen konnte. und jetzt wo mein vater tot ist habe ich noch mehr Verlustängste. Auch weil mein Bruder (er is 26) jetzt ausgezogen ist. Lebe also jetzt mit mama und hund allein in unserm großen haus. habe angst davor wegzugehen, weil ich denke ich würde meine Liebsten nicht wiedersehen können wenn mir oder ihjnen was passiert......diese angst ist furchtbar und mir gehts auch schon körperlich nicht gut durch diese angst....in jedes wehwechen interpretier ich wer weiß was schlimmes hinein was micnh töten könnte.....und dieser gedanke daran,icch bin jetzt "schon" 20 und habe jetzt gerade mal das Fachabi geschafft. und nun??? ich habe das gefühl zu versagen....nicht das erreichen zu können was ich möchte. und ja wie gesagt ich bin auch die meiste zeit zuhause oder unternehm was mit meiner mutter. ich würde gern nächstes jahr für 10 tage nach new york mit einer freundin fliegen,...aber ich fühle mich dabei so mies meiner mutter gegenüber.dabei stupst sie mihc die ganze zeit an,ich solle rausgehen...solle aufhören zu grübeln/weinen...schaff es aver nicht.....

ich kann dir nur einen rat geben....mach es nicht so wie ich....sei immer ehrlich zu deiner familie, mach ihnen keinen kummer. denn wenn etwas ist machst du dir später die größten vorwürfe....geh raus mit deinen freunden! genieß dein leben, du bist noch so jung und kannst soviele erfahrungen während deiner schulzeit machen...lass dir gesagt sein, auch wenn man das als schüler nicht wahrhaben will...die schulzeit ist die beste/lustigste und lockerste zeit deines lebens. sobald das vorbei ist fängt der ernst des lebens an und erst dann beginnt das wahre erwachsen werden an.
ich wünsch mir auch manchmal einfach wieder kind zu sein und sich keine sorgen machen zu müssen über dinge wie erwachsenwerden , beruf/ausbildung, geld,liebe und tod....


soweit so gut

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15. August 2009 um 19:54

Aus der Sicht eines Vaters
Ich will es Dir mal aus der Sicht eines Vaters schildern. Ich habe letztes Jahr meinen Sohn (10) zuhause zurückgelassen und bin beruflich ins Ausland gegangen. Zurückgelassen - So fühle ich mich zumindest, da wir ein sehr inniges Verhältnis haben. Er ist nun ganz bei seiner Mutter von der ich seid 3 Jahren getrennt lebe, wobei wir ein sehr gutes Verhältnis zueinander haben.
Für Eltern ist das loslassen der Kinder sicher noch schwieriger. Jedoch wünschen sicher Eltern nichts mehr auf der Welt als das sein Kind glücklich und zufrieden aufwächst. Eure Eltern brauchen euch als Kinder, nicht als Partner ersatz. Dazu gehört einfach das man langsam und schrittweise ein eigenes Leben aufbaut. Mit Freunden, rausgehen usw. Bei dem einen beginnt das früher, bei dem anderen später. Solange Du Dich wohl fühlst bei Deiner Mutter ist das doch ok. Das zeigt doch das Du eine Mutter hast mit der Du reden kannst. Ich hatte das nicht wirklich. Es bringt ja auch nichts wegzugehen wenn Du garnicht willst. Laß es einfach auf Dich zukommen. Du hast noch Zeit.
Es ist alles normal bei Dir

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