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Alternative (Alten-)WG in der dt. Pampa. Denkt Ihr auch schon darüber nach?

22. April 2013 um 10:33

Liebe Leute um die 50,

nutzen wir das Internet doch mal kontruktiv.......zermartern wir uns doch mal das Hirn, wie es in absehbarer Zukunft im eigenen Rentnerleben aussehen könnte...... also, mir wird bei dem Gedanken ziemlich schwummrig.

Hoffentlich treff ich hier auf potentielle Gleichgesinnte, mal sehen, bin gespannt. Denn mir schwebt da was vor...

wie ihr wißt, wird es in den Großstädten für künftige Rentner, die es finanziell "nicht so dicke" haben, zunehmend mehr als nur "ungemütlich"! Eher existenzbedrohend! Das hat noch nicht einmal etwas mit grossen Ansprüchen zu tun!

Die Gentrifizierung in den Städten, auch Yuppiesierung genannt, schreitet unaufhörlich voran. Das heisst im Klartext, die Mieten steigen und steigen, Wohnungen werden zu Spekulationsobjekten und zu Kurzzeitmieter-Herbergen. Und das nicht nur in den sogenannten "angesagten Vierteln". Die reale Gefahr besteht, dass man sich schlicht die langjährige Wohnung nicht mehr leisten kann und natürlich auch keine bezahlbare mehr findet im Stadtgebiet. Und DAS auch noch, wo man in ein paar Jahren als Rentner/in dasteht und sowieso keine Kohle mehr über hat! Na Prost Mahlzeit.

Dazu kommt die grundsätzliche Frage, ob es überhaupt noch Rente geben wird. Und wieviel. Und ob man irgendwann am Stock in den Betrieb eiern soll. weil das Rentenalter auf 75 hochgesetzt wird. Ohne mich!

Da muss man sich also jetzt schon mal ernsthaft überlegen, ob man wirklich wie das Karnickel vor der Schlange verharren will oder ob man sich vielleicht noch schnell eine/n alte/n wohlhabene/n Witwe/r sucht oder aber ob man nicht doch noch auf "seine alten Tage" die Kurve kriegt und sein Leben radikal ändert! Ich bin für Letzteres!

Ich denke, um als weniger gut betuchte Rentner/Innen, noch einigermaßen menschenwürdig leben zu können und nicht zu vereinsamen oder zu verhungern , kommt eigentlich nur eine alternative Alten-WG in Frage!

Irgendwo auf dem Land. Im Grünen. Mit gleichgesinnten Leuten. Blaumann anziehen, Ärmel hochkrempeln und Hände dreckig machen! In MeckPomm, Thüringen, Sachsen oder sonstwo, (Einer sollte zumindest einen Führerschein haben . Ich hab leider keinen, nie gemacht.

Vornehmlich bietet sich dafür der Osten an oder das ehemalige "Zonenrandgebiet", Dort stehen genug alte Häuser rum, die längst verlassen sind. Noch stehen die rum. Solange bis die vertriebenen Familien mit Kindern aus den Städten anrücken. Denn ebenfalls für Familien mit knappem Budget, wird es verdammt eng in den sich wandelnden Städten!

Ich erlebe das hier selber hautnah mit. Wir sind von 20 Altmietern, noch 5! Innerhalb weniger Jahre gab es hier so etwas wie einen "Blutaustausch". Seit ein paar Jahren musst du hier zwingend jung, schick und gut betucht sein, um in deiner kleinen Butze weiterhin wohnen zu dürfen.
Du bezahlst hier jetzt den künstlichen Hype und den Namen des Viertels mit! Ansonsten kannst du verschwinden. ja gerne doch.
(An dieser Stelle möchte ich hier jetzt keine Diskussion von unqualifizierten Leuten haben, die die Frage aufwerfen, ob es ein Recht auf Wohnen in einem umstrukturierten Yuppie-Viertel gibt.)


Die echte Alternative für mich ist wirklich wohnen und leben mit Leuten auf dem Land. Mit solchen, die bereit sind, auf unnötigen Konsum zu verzichten und gewillt sind, Einen auf Selbstversorger zu machen.
Haus renovieren, Gemüsegarten betreiben, Voratshaltung betreiben, so viel wie möglich selber machen usw. und sofort.

Halb "Familie", halb Zweck-WG. Das könnte ich mir prima vorstellen! Jeder hat seinen Bereich und man ist aber trotzdem gut aufgehoben. Quälende Klammerbeziehungen hat man nicht mehr nötig, weil man ja nette Leute um sich hat. Ehrlichkeit, Verlässlichkeit, Offenheit, emotionale Großzügigkeit, Vertrauen......das gehört natürlich dazu. Bodenständigkeit, aber kein Spießertum. Wär echt ideal. Und wenn man dann noch über Politik philosophieren und lamentieren kann, beim Bierchen, Wein und Fluppe in der Wohnküche, ach herrlich,........da freu ich mich jetzt schon drauf
Militante Nichtraucher und Genussfeinde finde ich nervig..... das nur mal nebenbei.

Die frische Luft, die Ruhe (keine Vergnügungsmeile vor der Haustür) und diese "Ersatz-Familie", sowie Motivation und Perspektive, werden einen nicht so schnell "altern" lassen! Die typischen Alterswehwehchen werden gar nicht so zum Tragen kommen. Im Gegenteil, das selbstbestimmte Leben wird Auftrieb geben! Oder findet ihr das naiv von mir gedacht?

Ich mach gerade ein ernsthaftes Brainstorming, jetzt schon mit 53 und ich würde gerne mit M+F um die 50 in Kontakt treten, die ähnlich denken. Solche, denen es ähnlich ergeht wie mir. Leute, die die Schn....... voll haben von Yuppies, Verdrängung und berechtigter Angst vor der Zukunft. Die sich nicht jeden Tag pünktlich um 20 Uhr die Schauermeldungen aus der Tagesschau reinziehen MÜSSEN...... Warum muss man das eigentlich? Warum muss ich mir permanent Mord und Totschlag auch schon am frühen Morgen im Radio anhören? Auf jedem Sender! Wieso gehört das zum guten Ton? Stimmt, ein TV brauch ich im Grünen nicht! Würd ich nicht vermissen!

Seid ihr ebenfalls alleinstehend, merkt ihr ebenfalls so allmählich, dass z.B. auch euer Job wie "ein falscher Film" auf euch wirkt, finanziert ihr auch eine Bude, aus der ihr in absehbarer Zeit sowieso rausmüsst, seid ihr im Geiste jung und könntet euch vorstellen, aktiv ein völlig anderes Leben zu leben als bisher?.... dann schreibt mir doch mal. Gerne auch unter "privat". Träumen darf man doch schon mal, oder? Damit fängt jede Veränderung an.....

Ich werd den Beitrag von Zeit zu Zeit ggf. selbst mal "hochholen".....und freu mich nun, wenn sich ein paar Leute angesprochen fühlen
Schreibt mal, was ihr dazu so denkt.

Gruß aus dem Norden
Ch


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4. Mai 2013 um 18:42

Hallo Karl-Heinz das rrrr kannst Du aber weglassen, ich bin eine Frau
Zum Thema.
Das finde ich klasse, was Du da angeleiert hast. Sowie bei mir die Rente in die Nähe rückt, (ich will unbedingt eher gehen) werde ich konkret auf die Suche gehen. Rente deswegen, weil man ja irgendein Einkommen haben muss, auch wenn man Selbstversorger ist. Oder nicht? Aber ich bin froh, zu lesen, dass ich nicht ganz "durchgeknallt" bin
Schöne Grüße
Christine

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