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Angst vor Verantwortung

15. Februar 2012 um 9:58

Hallo,
ich bin ganz neu hier und hoffe, dass ich das richtige Forum erwischt habe und auch durchaus ernst gemeinte Antworten bekomme, da mir dieses Thema sehr ernst ist.
Zur Zeit leide ich grob gesagt unter mir selbst.
Ich bin knapp 22 Jahre alt, wohne bei meinen Eltern, schließe im Mai meine Ausbildung ab und habe einen tollen Freund.
Eigentlich sollte ich glücklich über all das sein, da es nichts gibt, was schlecht läuft.
Trotz alledem habe ich einfach große Angst.
Ich fühle mich der Zukunft nicht gewachsen.
Ständig schieben sich mir Fragen in den Kopf wie: "Was werde ich nach der Ausbildung machen? Bin ich gut genug für einen Job?" "Kann ich diese ernste Bindung mit meinem Freund eingehen, so wie ich es gerne hätte?" "Was passiert wenn meine Mutter nicht mehr ist? Bin ich schon 'groß genug' um auf eigenen Beinen zu stehen?"
Ich habe sehr große Verlustängste und ich belaste mich selber extrem damit. Mir ist ständig schwindelig und ich fühle mich benommen.
Habt ihr vielleicht auch so Ängste? Gibt es hier Frauen, die das vielleicht schon hinter sich haben? Ich brauche unbedingt Zuspruch oder Erfahrungsberichte. Ich fühle mich unglaublich alleine mit meinen Problem.

Liebe Grüße,
Maileen

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17. Februar 2012 um 15:51

Ich bin zwar keine Frau...
aber bei mir lief's alles ziemlich anders. Bin mit 19 ausgezogen, als ich mein Abitur noch nicht ganz fertig hatte. Am Anfang war es echt komisch, aber irgendwie auch befreiend. Klar wächst mit so einem Schritt die Verantwortung, die man zu tragen hat, aber meiner Meinung nach sind Papierkram und Rechnungen das "schlimmste". Deiner Formulierung nach würde ich mal vermuten, dass du ein gutes Verhältnis zu deinen Eltern/Mutter hast. Nur weil du ausziehst, heißt das ja nicht, dass du völlig auf dich allein gestellt bist. Wenn du wegen irgendwas unsicher bist, kannst du ja immernoch fragen bzw. dir helfen lassen.
Und eine abgeschlossene Ausbildung ist ja schonmal eine sehr gute Grundlage, auf die man aufbauen kann.
Mittlerweile vermisse ich die unbeschwerte Zeit damals zuhause ein wenig, aber allein klarzukommen ist auch ein tolles Gefühl, also trau dich! So schlimm wird es bestimmt nicht.

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17. Februar 2012 um 21:07
In Antwort auf count238

Ich bin zwar keine Frau...
aber bei mir lief's alles ziemlich anders. Bin mit 19 ausgezogen, als ich mein Abitur noch nicht ganz fertig hatte. Am Anfang war es echt komisch, aber irgendwie auch befreiend. Klar wächst mit so einem Schritt die Verantwortung, die man zu tragen hat, aber meiner Meinung nach sind Papierkram und Rechnungen das "schlimmste". Deiner Formulierung nach würde ich mal vermuten, dass du ein gutes Verhältnis zu deinen Eltern/Mutter hast. Nur weil du ausziehst, heißt das ja nicht, dass du völlig auf dich allein gestellt bist. Wenn du wegen irgendwas unsicher bist, kannst du ja immernoch fragen bzw. dir helfen lassen.
Und eine abgeschlossene Ausbildung ist ja schonmal eine sehr gute Grundlage, auf die man aufbauen kann.
Mittlerweile vermisse ich die unbeschwerte Zeit damals zuhause ein wenig, aber allein klarzukommen ist auch ein tolles Gefühl, also trau dich! So schlimm wird es bestimmt nicht.

Wahrscheinlich
mache ich mir selber zu grossen Druck.
Alles in meinem Leben ging Nahtlos ineinander über: Abitur 2009, dann direkt die Ausbildung. Nur jetzt habe ich Angst, dass eine Lücke entsteht und ich mir dadurch meinen Lebensweg kaputt mache. Ich habe immer das gemacht was mich zu meinen gesteckten Zielen gebracht hat, aber jetzt habe ich das Gefühl, dass ich das nicht mehr schaffe und ich versage...

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21. März 2012 um 10:38

Kopf hoch!
Ich hätte früher auch solche Ängste. Hab ich mir immer gedacht dass ich nicht in der Lage bin, die Verantwortung für mein Leben zu übernehmen. Ich war daran gewöhnt, dass mir immer jemand hilft. Irgendwann muss man doch aber erwaschen werden oder? Vor ungefähr 2 Jahren bin ich ausgezogen, habe eine Arbeit gefunden. Ich hab mir selbst bewiesen, dass ich doch was kann

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15. April 2012 um 9:09
In Antwort auf maileen90

Wahrscheinlich
mache ich mir selber zu grossen Druck.
Alles in meinem Leben ging Nahtlos ineinander über: Abitur 2009, dann direkt die Ausbildung. Nur jetzt habe ich Angst, dass eine Lücke entsteht und ich mir dadurch meinen Lebensweg kaputt mache. Ich habe immer das gemacht was mich zu meinen gesteckten Zielen gebracht hat, aber jetzt habe ich das Gefühl, dass ich das nicht mehr schaffe und ich versage...

Wenn du nach der ausbildung....
Keinen job finden solltest heisst das nicht dass du dann versagt hast. Wer einen job will findet auch einen. Und wenn du probleme nach der ausbildung hast machst du einfach eine weiterbildung und überbrückst die zeit. Es wird auch momente in deinem leben geben die eben nicht so laufen wie du es gern möchtest aber das gehört einfach zum leben dazu und daran wächst man.

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