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Midlife Crisis hoch 10

23. Februar 2014 um 20:09

Puh, habe ich heute einen Durchhaenger.

Ich bin 49, lebe in London und fuehle mich voellig allein.

Nachdem meine Musikkarriere fehlgeschlagen war hatte ich eigentlich einen guten Managerjob, den habe ich allerdings in der Rezession verloren, und jetzt arbeite ich im administrativen Bereich in einem Büro, und es nervt total. Ich bin die Nummer Null und organisiere meetings und Konferenzen fuer extrem selbstwichtige Mitarbeiter.
Da ich nur Teilzeit arbeiten will ist mir auch sehr wenig in Aussicht gestellt worden. Allerdings wuerde ich mich erstickt fuehlen einen Job, den ich hasse auch noch ganztags zu machen. Natuerlich tue ich was ich kann, um diesem Job einen Sinn zu geben und es gibt viel Schlimmeres, aber ich fuehle mich doch vom Leben betrogen und bin sauer, dass ich diesen Wichtigtuern die Hand reichen muss anstatt mit meiner eigenen Kreativitaet gutes Geld zu verdienen.
Ich habe noch immer mein Aufnahmestudio, habe aber schon zu lange nix mehr gemacht, und es zehrt an mir. Ich moechte eigentlich weiter Musik machen, aber ich fuehle mich auch so laecherlich in meinem Alter noch was auf die Beine stellen zu wollen und habe auch die Motivation verloren, will aber auch nicht loslassen, und bin in diesem Konflikt.

Ich habe mich auch noch nicht so ganz von meiner Fehlgeburt vor 7 Jahren erholt, die eingesetzt hatte nachdem mein Partner mich auf der Stelle verliess als ich ihm sagte, dass ich schwanger bin, und habe auch keinen Partner mehr gehabt seitdem, ich fuehle mich immernoch zu verletzlich. Einige Freunde waren zwar fuer mich da, aber nicht sehr lange, und ich fand einfach nicht genug Hilfe und fiel in ein tiefes Loch damals, hatte einige Therapien, aber was mich selbst in meinem Alter nicht verdauen kann ist wie kalt meine Familie mir gegenueber ist, denn von denen kam die wenigste Unterstuetzung. Mittlerweile habe ich festgestellt, dass ich die Tochter zweier Narzisten bin und ich fuehle mich oft wuetend und traurig darueber, moechte aber nicht da stecken bleiben sondern totzdem noch was aus mir und meinem Leben machen.

Wenn ich dies wenigstens musikalisch einfach zum Ausdruck zu bringen koennte, aber ich kann nicht, so als sei ich verstopft. Ich druecke mich ganz fuerchterlich. Ich fange an, und dann verlaesst mich der Mut. Frueher habe ich so viel geschrieben, auch viel Tagebuch und so, und jetzt schaffe ich es nicht mehr, obwohl ich es mir so wuenschen wuerde.

Ich bin leider auch sehr intolerant geworden, und habe daher sehr wenig Kontakt mit Leuten. Ich habe einfach Angst, dass sie mich mit ihren Problemen ueberwaeltigen koennten, oder ich fuehle mich minderwertig, weil ich es zu nichts gebracht habe, oder ich fuehle mich zu respektlos behandelt, weil ich eben finanziell bisher keinen Erfolg gehabt habe. Natuerlich lasse ich mir das nicht anmerken und bin sehr freundlich und hoeflich, aber ich habe mich sehr zurueckgezogen.

Falls jemand lieb gemeinte Tips hat wuerde ich mich freuen. Therapie will ich nicht mehr machen, habe ich schon genug von hinter mir.

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26. Oktober 2014 um 1:26

Mein mitgefühl wegen der fehlgeburt
nun vllt versuchen zu akzeptieren was du nicht ändern kannst und versuchen zuändern was du ändern kannst. nimm die position im berufsleben nicht so wichtig- es bestimmt nicht wie viel wert du bist. und versuche wieder vertrauen schenlen zu können. wenn du glaubst jemand ist dabei dich mti seinen problemen zu überfrachten dann ziehst du halt die reissleine. aber dich zu isolieren- das ist das schlimmste was du machen kannst, wenn es dir damit schlecht geht. so wirst du keine neuen eimndrücke machen können und in deiner persönlichkeitsentwicklung stagnieren. frage dich was dir wichtig ist, was dir spaß macht, was du noch nie probiert hast...was du schon immer mal machen wolltest dich aber nie getraut hast.

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15. November 2014 um 21:07

Hallo
Dir hat damals niemand geantwortet ?
Und wie geht es Dir inzwischen ?
Hast Du einen Schritt weiter geschfft ?
Hier , wo Du Dich gemeldet hast , antwortet nicht oft jemand .
Tut mir leid für Dich .
Magst Du mir sagen , wie es Dir jetzt geht ?
Du bist ja auch in einem Alter , in dem man ganz schön doll ins Grübeln kommt . Geht wohl vielen so .
Doch es kommt nicht darauf an , wieviel Geld Du verdienst , ob Du beruflich wer weiß wie viel Erfolg hast . Das ist sicher erst einmal schwer .
Nur sieh , wie viel es noch , und auch für Dich , im Leben zu entdecken gibt .
Ich weiß , wenn es einem schlecht geht , sind das keine tröstendn Worte .
Melde Dich einmal , wenn Du magst .
Liebe Grüße von mir

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27. Dezember 2014 um 21:07

Vielen Dank
Vielen Dank fuer Eure unterstuetzenden und inspirierenden Worte, das tut gut zu hoeren. Ich habe inzwischen sogar meinen 50. Geburtstag ganz gut hinter mich gebracht und zu dieser Jahreszeit ist es ja passend zu reflektieren und mit frischen oder angepassten Ideen und Traeumen ins neue Jahr zu gehen und jetzt steht das an damit ich mehr Klarheit bekomme. Mit der Musik geht's noch nicht, aber ich hoffe sie wieder anzukurbeln und in Babyschritten eine Wiederbelebung zu starten. Im Beruf bringe ich so viel von mir ein wie's geht und habe sogar Belohnung und Anerkennung in meiner Abteilung bekommen, weil ich Sachen voran gebracht habe. Seid ganz lieb gegruesst und alles Gute wuensche ich Euch!

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