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Pflegegeld

5. Februar 2012 um 18:35

Hallo, ich bin eigentlich der Typ, der Ratschläge in den meisten Notlagen hat. Diesmal weiß ich aber in eigener Angelegenheit nicht weiter. Seit etlichen Monaten helfe ich einer alten Dame. Wobei Dame ist nicht der richtige Ausdruck. Für diese Frau, über 70 Jahre, gehe ich und meine Tochter einkaufen. Auch wenn ihr nach 22.00 Uhr noch einfällt, dass ihre Zigaretten nicht mehr reichen. Es müssen dann auch immer noch bestimmte Läden sein (2-3 verschiedene). Ich sorge dafür,dass der Arzt Hausbesuche macht. Zu Ärzten,die nicht nach Hause kommen, begleiten wir sie. Gehen entweder Geld für sie holen oder begleiten sie zur Bank, was mit einem anschliessenden Einkauf verbunden wird. Nur der Einkauf, kann sich schon mal bis zu 2 Stunden hin ziehen. Wir haben dies Monate aus reiner Nächstenliebe gemacht. Ab und zu hat sie mal 5,- gegeben, die wir gar nicht haben wollten. Dann habe ich Pflegegeld für sie beantragt und sie bekommt dieses jetzt auch. Sie wollte eigentlich pauschal die Hälfte des Pflegegeldes an mich zahlen,da ich auch Behördenangelegenheiten für sie erledige. Nun bekam sie das erste Mal Pflegegeld samt einer Nachzahlung und ich habe davon noch nicht einen Cent gesehen. Ich meine, da sie das Geld ja dafür bekommt, sollte sie nun auch zahlen. Ich nehme ihr ja kein Geld, was sie zum Leben braucht. Sie kann von ihrem anderen Geld sogar noch jeden Monat sparen. Bin ich denn ausverschämt, wenn ich jetzt Geld erwarte? Wieviel haltet ihr für angemessen? Sie bekommt 235,- Pflegegeld. Wenn ich das Geld nicht beantragt hätte, hätte sie gar nicht gewusst, dass so etwas möglich ist. Wenn jemand kein Pflegegeld bekommt, helfe ich immer gern, kostenlos. Bitte sagt mir, wie ihr das handhaben würdet und ob die Hälfte vielleicht zu viel ist.
LG mamichris

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6. Februar 2012 um 19:31

Pflegegeld
Hallo Wejona56, ich habe überhaupt nicht auf Pflegegeld spekuliert,sonst hätte ich sicher nicht schon fast 1 Jahr ohne Geld sämtliche Tätigkeiten ausgeführt. Dass das Waschen, Zähneputzen etc. dazu gehört, weiß ich auch. Bei mir gehen die Dienste weitaus weiter,wie du ja sicher lesen konntest.Ich habe kein Problem damit Menschen, auch ohne Gegenleistung zu helfen. Aber das Pflegegeld ist ja eigentlich dafür da, dass die Helfer entschädigt werden können. Sie hatte mir angeboten, die Hälfte zu zahlen und ich sehe nicht ein, dass sie sich damit ein noch schöneres Leben macht während sie von mir immer mehr verlangt und sich nicht an die Vereinbarung hält. Zumal sie geistig voll auf der Höhe ist und ich selbst schon 2 Herzinfarkte hinter mir habe. Wenn ich mich mal nicht so gut fühle, dann werde ich noch schräg angesehen, obwohl wir trotzdem für sie laufen. Wenn sie das Pflegegeld nicht bekommen würde, hätte ich gar kein Problem weiter kostenlos zu für sie da zu sein. Momentan fühle ich mich aber ausgenutzt, weil sie die Abmachung nicht einhält. Würdest du dir denn kostenlos den Hintern aufreissen und zusehen, wie sie das Pflegegeld für Kinkerlitzchen ausgibt? Ich glaub kaum. Bei einem Pflegedienst hätte sie nicht die Hälfte an Leistung, die würden aber 440,- von der Pflegekasse bekommen und sie hätte nichts. Ich habe schon immer alten und kranken Menschen gern kostenlos geholfen(Helfersyndrom). Die hatten aber auch kein Pflegegeld. Ausserdem habe ich bei den Leuten ab und zu gehört, dass sie meine Leistung sehr zu schätzen wissen, das war mir Dank genug.

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6. Februar 2012 um 19:43

Pflegegeld
Im übrigen fahre ich nur wegen ihr zur Bank und zu Ärzten. Ich erledige meine Angelegenheiten über online-banking. Und die Ärzte brauch ich auch nicht, da habe ich andere Ärzte. Wenn sie ihre Sachen alleine erledigen könnte, hätte ich mir bestimmt nicht die ganze Zeit den Hintern aufgerissen und sie würde kein Pflegegeld bekommen. Ich wollte damit nur sagen, dass ich auch bereit bin jeden Wunsch zu erfüllen. Ich seh die Menschen nämlich gerne glücklich. Verwante hat sie keine, aber dafür haben sich schon jede Menge anderer Leute von ihr los gesagt. Sicher ist ihre Art schuld daran. Aber soll ich sie nun auch hängen lassen? Ich wollte ja nur wissen, wie andere damit umgehen würden und ob die Hälfte vielleicht wirklich zu viel wäre.

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11. Februar 2012 um 0:45

Pflegegeld
Hallo Wejona,vielen Dank. Werde versuchen mit ihr zu reden. Es wird nicht leicht werden. Aber vielleicht versteht sie ja, dass das Pflegegeld genau dafür da ist und dass ich nur weil sie das Geld erhält auch eine Gegenleistung erwarte. Sie sollte ja all die Zeit gemerkt haben, dass ich vorher kein Geld genommen hatte. Und ich hätte auch weiterhin kein Geld genommen, wenn das Pflegegeld nicht vorhanden wäre. Nochmals vielen Dank, es hat mir sehr geholfen und mir auch ein bißchen Mut gemacht auch selbst mal etwas zu fordern und nicht immer nur für andere da zu sein. Nicht falsch verstehen, ich tue es immer noch gerne, aber ein kleiner Dank , wäre schon schön.

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