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Sexuelle Unlust in den Wechseljahren

Letzte Nachricht: 26. Oktober 2022 um 5:08
B
bodensee65
07.01.22 um 17:53

Ich und meine Frau sind beide 56 Jahre und seit 30 Jahren verheiratet, drei Kinder, alle erwachsen.

Leider ist es nun seit ca. 3-4 Jahren so, dass sie immer weniger Lust auf Sex hat. Wir haben darüber gesprochen, Sie meint, das liegt an Ihren Wechseljahren und sie bräuchte eigentlich gar keinen Sex mehr. So ab und zu, manchmal auch mit Abständen von einem Monat, gibt es quasi noch ein "Pflichprogramm". Das geht dann keine 5 min, was aber für mich als Mann auch nicht wirklich befriedigend ist.

Ich habe vor kurzem mit einer guten Freundin gesprochen und sie meinte, das sei bei ihr und ihrem Mann auch so und sie hätten sich da arrangiert, dass sie eben keinen Sex mehr haben. Das schein also doch öfters vorzukommen, oder?

Ich kann mich damit aber nicht arrangieren und habe mich deshalb bei JC angemeldet, einer Plattform für erotische Kontakte. Dort habe ich viele nette neue Bekanntschaften und auch reale Dates knüpfen können. Mit Frauen im gleichen Alter, die vor sexueller Energie nur so sprühen. Dort geht es eben speziell um sexuelle Abenteuer und alles ist offen, direkt und relaxt. Es geht also auch anders. Mit Paaren für das Spiel zu dritt oder viert oder mit einer Bekannten auch mal für einen Swingerclub Besuch. Meine Frau weiß davon nichts, wobei ich diese Erotik gerne viel lieber mit Ihr machen würde. Als ich das Thema Swingerclub mal nebenbei angesprochen habe, ob wir das mal probieren sollten, meinte Sie ich spinne. Trotzdem ist sie relativ eifersüchtig, von daher bleiben meine "Auswärtsspiele eben diskret. 

Jetzt die Frage an die Damen:

Habt ihr dieses Nachlassen an sexueller Lust bei euch selbst auch schon erlebt?
Wie geht ihr damit um?
Ab und zu "Pflichtprogramm" um den Mann nicht ganz in Enthaltsamkeit sterben zu lassen?
Arrangieren, wie bei meiner Bekannten?
Oder würdet ihr die eigene Beziehung beim Thema Sex öffnen und dem Mann eine Affäre mit eurem Wissen zugestehen?
Habt ihr etwas unternommen, z.B. ärztlichen Rat eingeholt, um die Lust wieder zu beleben?
Oder vielleicht etwas ganz anderes?

Gibt es das auch umgekehrt, dass die Dame sexuell verhungert, weil der Ehemann keine Lust mehr auf Sex hat.
Vermutlich schon. Was habt ihr dann gemacht, damit ihr auf eure sexuelle Befriedigung kommt?
Selbst ist die Frau, auch eine Affäre begonnen, oder ...

An die Herren:

Wie seid ihr damit umgegangen, wenn die eigene Ehefrau, wie in meinem Fall, keine oder für euch zu wenig, Lust auf Sex hat?
Arrangieren, Pflichtprogramm wenigstens genießen oder habt ihr euch auch anderweitig umgeschaut?
Vielleicht auch die Frau ganz offen gefragt, ob Sie einverstanden ist, wenn ihr euch eine Affäre sucht?
Oder auch hier eine ganz andere Lösung gefunden? 

Eine offene Beziegung wäre, wenn sie einfach nicht mehr will, vermutlich die eleganteste Lösung. Offen und direkt.
Aber so wie ich meine Frau kenne, eben in meinem Fall nie und nimmer für sie akzeptabel.

Ich bin gespannt auf eure Erfahrung und einen regen Austausch hier im Forum oder per PN.
 

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S
sisteronthefly
14.01.22 um 18:00

Hallo,

das ist starker Tobak, was du schreibst.... 

Ich glaube dir, dass ihr über dieses Thema gesprochen habt aber habt ihr "wirklich" darüber gesprochen? Mir fehlt in deinen Worten eindeutig das Mitgefühl. Mir fehlt auch die Information, was ihr gemeinsam versucht habt, um die bestehende sexuelle Unlust für beide Partner annehmbar zu gestalten. 

Bevor du auf Eroberungstour bei dieser einschlägig bekannten Plattform angegangen bist, hätte es sich vielleicht gelohnt näheres über die Ursachen sexueller Unlust zu erfahren. So leiden zum Beispiel viele Frauen mit Beginn der Wechseljahre unter einer lang unerkannten Schilddrüsenunterfunktion. Es kann natürlich auch sein, dass deine Frau keine Gemeinsamkeiten mehr sieht und sie keine Gefühle für dich aufbringen kann. Die lieblose Bezeichnung "monatliches Pflichtprogramm" würde mich ziemlich abschrecken. Im Grunde zeigt es aber genau das, woran es mangelt. 

LG Sis

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knuddelbaer10
knuddelbaer10
17.01.22 um 16:11

Jedes Paar macht so seine eigenen Erfahrungen zum Thema Sexualität. Bei vielen Paaren ist nach 7-10 Jahren die Lust auf Sex raus. Manche versuchen zu reden, kommen aber trotz der Gespräche nicht weiter.
Ein Mann hat seinen Orgasmus und ist wieder zufrieden, viele Frauen erreichen wieder nur selten einen Orgasmus, die auch sie beglückt und befriedigt. Ich kenne viele Frauen die das halt noch mitmachen, aber selber wirklich nie den Anfang machen. Und so schläft diese Aktivität langsein ein. 
Ganzwenige Frauen brauchen die gute Sexualität wie der Mann, doch das ist eher die Ausnahme.
Dazu kommt dass bei vielen die Sexualität als etwas schmutziges in die Wiege gelegt wurde. Da kann dann später auch nichts Gutes dabei heraus kommen.
Und dann wissen wir Männer, dass nur wenige Frauen durch eine reine Penetration zu einem Höhepunkt kommen. Also müssten andere Mittel her um die Partnerin zu beglücken, sei es oral oder mit den Händen, doch gerade das schöne Vorspiel entfällt oft nach Jahren. Da gibt den noch den kurzen Quicki vor dem Einschlafen, den nenn ich dann eher doch Pflichtprogramm. Redet man mit dem männlichen Geschlecht so sind sehr viele unzufrieden mit der häuslichen Lust. wenn Reden hier auch nichts mehr hilft, so brauchen wir uns nicht zu wundern, dass der Mann seine Befriedigung ausser Haus sucht. Sei es die käufliche Lust oder der Besuch eines Swingerclubs. Im letzteren findet man dann auch wieder Paare die hier zusammen, auf neue Arten der Lust gekommen sind. Und das heisst nicht immer Gruppensex. Sondern die Erotik neu erfinden. Heute finden wir in den Clubs alle Altersschichten von 20-70, die offen mit dem Thema umgehen. Die anderen vier Wände, um die Sexualität wieder neu zu entfachen und ganz viele sagen ja das hat uns geholfen, diese Seite wieder neu zu entdecken. Der Weg ist das Ziel, wenn ein Paar andere Wege ausprobiert, um wieder alle Säulen der Beziehung zu finden, so sollte man diese nutzen. Und die anderen die sagen, nein das brauche ich nicht mehr, gehen halt ihre eigenen Wege. Ein nicht immer einfaches Thema, um hier mal offen reden oder schreiben zu dürfen. 

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S
smile2
23.01.22 um 15:57
In Antwort auf bodensee65

Ich und meine Frau sind beide 56 Jahre und seit 30 Jahren verheiratet, drei Kinder, alle erwachsen.

Leider ist es nun seit ca. 3-4 Jahren so, dass sie immer weniger Lust auf Sex hat. Wir haben darüber gesprochen, Sie meint, das liegt an Ihren Wechseljahren und sie bräuchte eigentlich gar keinen Sex mehr. So ab und zu, manchmal auch mit Abständen von einem Monat, gibt es quasi noch ein "Pflichprogramm". Das geht dann keine 5 min, was aber für mich als Mann auch nicht wirklich befriedigend ist.

Ich habe vor kurzem mit einer guten Freundin gesprochen und sie meinte, das sei bei ihr und ihrem Mann auch so und sie hätten sich da arrangiert, dass sie eben keinen Sex mehr haben. Das schein also doch öfters vorzukommen, oder?

Ich kann mich damit aber nicht arrangieren und habe mich deshalb bei JC angemeldet, einer Plattform für erotische Kontakte. Dort habe ich viele nette neue Bekanntschaften und auch reale Dates knüpfen können. Mit Frauen im gleichen Alter, die vor sexueller Energie nur so sprühen. Dort geht es eben speziell um sexuelle Abenteuer und alles ist offen, direkt und relaxt. Es geht also auch anders. Mit Paaren für das Spiel zu dritt oder viert oder mit einer Bekannten auch mal für einen Swingerclub Besuch. Meine Frau weiß davon nichts, wobei ich diese Erotik gerne viel lieber mit Ihr machen würde. Als ich das Thema Swingerclub mal nebenbei angesprochen habe, ob wir das mal probieren sollten, meinte Sie ich spinne. Trotzdem ist sie relativ eifersüchtig, von daher bleiben meine "Auswärtsspiele eben diskret. 

Jetzt die Frage an die Damen:

Habt ihr dieses Nachlassen an sexueller Lust bei euch selbst auch schon erlebt?
Wie geht ihr damit um?
Ab und zu "Pflichtprogramm" um den Mann nicht ganz in Enthaltsamkeit sterben zu lassen?
Arrangieren, wie bei meiner Bekannten?
Oder würdet ihr die eigene Beziehung beim Thema Sex öffnen und dem Mann eine Affäre mit eurem Wissen zugestehen?
Habt ihr etwas unternommen, z.B. ärztlichen Rat eingeholt, um die Lust wieder zu beleben?
Oder vielleicht etwas ganz anderes?

Gibt es das auch umgekehrt, dass die Dame sexuell verhungert, weil der Ehemann keine Lust mehr auf Sex hat.
Vermutlich schon. Was habt ihr dann gemacht, damit ihr auf eure sexuelle Befriedigung kommt?
Selbst ist die Frau, auch eine Affäre begonnen, oder ...

An die Herren:

Wie seid ihr damit umgegangen, wenn die eigene Ehefrau, wie in meinem Fall, keine oder für euch zu wenig, Lust auf Sex hat?
Arrangieren, Pflichtprogramm wenigstens genießen oder habt ihr euch auch anderweitig umgeschaut?
Vielleicht auch die Frau ganz offen gefragt, ob Sie einverstanden ist, wenn ihr euch eine Affäre sucht?
Oder auch hier eine ganz andere Lösung gefunden? 

Eine offene Beziegung wäre, wenn sie einfach nicht mehr will, vermutlich die eleganteste Lösung. Offen und direkt.
Aber so wie ich meine Frau kenne, eben in meinem Fall nie und nimmer für sie akzeptabel.

Ich bin gespannt auf eure Erfahrung und einen regen Austausch hier im Forum oder per PN.
 

Hallo Bodensee 65, ich bin w54 und finde es grundsätzlich erst mal erstaunlich und positiv, dass ein Mann bei gofeminin offen hierzu schreibt und nach Antworten sucht. 
Ja, ich glaube, dass es in den Wechselhaften ggf etwas weniger Lust bei den Frauen gibt, aber ich glaube, aus eigener Erfahrung, dass dies nie der wirkliche Grund ist. Ich habe in meiner über 13 jährigen Beziehung und mit sehr viel Lust am Sex auf beiden Seiten, inkl. eines Partners der eigentlich für alles offen ist und wunderbar meinen Körper kennt, schliesslich auch keine Lust mehr gehabt aus zwei einfachen Gründen: ich bin mit anderen Herausforderungen zur Zeit etwas belastet zusätzlich zu den Wechseljahren und er trotzdem nicht ein Wochenende mal Abstand halten konnte (selbst wenn es nur scherzhaft oder liebevoll gemeint ist, kann es sehr nerven, wenn es immer ist mit ständigem Wollen zu tun hat)und zweitesns weil er letzlich beim wirklichen Problem trotz mehreren Gesprächen nicht zugehört bzw. nichts geändert hat, d.h. es war immer dasselbe Alternativprogramm und er hat an seiner mangelnden eigenen Potenz nichts geändert. Ja, auch das gibt es. Jedes mal zu diskutieren, ob jetzt ne blaue Pille eingeworfen wird oder nicht, turnt extrem ab (es sollte einem Mann wert sein, auch mal eine zu verschenken) und zudem liegt auch dann immer etwas anderes dahinter, er war trotz aller angeblichen Liebe (mehrmals am Tag von ihm bekundet) nicht bereit irgendetwas an den grundsätzlichen Beziehungsproblemen (lebt extrem ungesund (was auch dazubeitägt, insbesondere Rauchen und Trinken), finanzielle und familiäre Herausforderungen, Lebensstil etc) etwas zu ändern. Da ich gern Sex habe und auch mit ihm, hätte ich kein Problem gehabt diese Ebene auch weiter zu betreiben, aber die Enttäuschung und mangelnde Änderungsbereitschaft generell in der Beziehung (die ich häufig immer wieder von meiner Seite gekittet habe, was er auch zugab), hat mich dann letzendlich mehrmals und letztlich grundsätzlich ein Ende machen lassen. Bei Frauen steckt immer was dahinter, die Länge der Beziehung ist es nie (auch bei allen anderen Frauen nicht, die ich zudem Thema kenne). Ich kann daher nur dringend raten der tatsächlichen Ursache mit Deiner Frau auf den Grund zu kommen, wenn Du sie nicht verlieren willst (zumal diese häufig auch viele Gelüste haben, die sie verschweigen). Zumal ich angesichts der hier gestellten Frage von Dir glaube, dass es Dich auf Dauer so ja auch nicht glücklich machen wird. Meiner onnte und könnte mich zu Sex immer kriegen, es hat nie an der Sache, sondern letztlich am mangelnden Feingefuehl und des wirklichen Problems gelegen, dass ich irgendwann insgesamt nicht mehr wollte (Fremdgehen ist nicht mein Ding und dafür habe ich ihn auch viel zu viel respektiert und gemocht). Und natürlich auch an der hier auch schon von anderen beschriebenen Tatsache, dass die meisten Männer bis heute nicht wissen, wo die Klitoris ist bzw dass ohne klitorale Stimulation gar nichts geht. Diesbezüglich werde ich meinen letzten Freund sehr vermissen... Aber nach meiner Definition ist es relevant wie ein Mann handelt und nicht was er sagt. Ich habe fast alles für ihn getan (was er auch zugab) und er war bei den Bug Points zu fast nichts bereit bzw nicht in der Lage (was er auch zugab). Die Vorstellung von Liebe (wenn es auf sei er Seite so war) und Partnerschaft waren zu unterschiedlich, leider habe ich zu lange immer wieder nachgegeben. Drücke die Daumen.
VG

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I
inkognitoich
14.09.22 um 12:25

Meine Freundin hat sich eine spezialisierte Frauenärztin gesucht und bekommt Hormone zum Ausgleich der fehlenden natürlichen Hormone. Sie ist (und auch nach eigener Aussage) viel entspannter, gelassener und allgemeine Beschwerden wie Gelenk- oder Nachschmerzen sind weg. Die Verdauung klappt besser und die sexuelle Lust ist wieder da! 

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O
omapetra
26.10.22 um 5:08
In Antwort auf inkognitoich

Meine Freundin hat sich eine spezialisierte Frauenärztin gesucht und bekommt Hormone zum Ausgleich der fehlenden natürlichen Hormone. Sie ist (und auch nach eigener Aussage) viel entspannter, gelassener und allgemeine Beschwerden wie Gelenk- oder Nachschmerzen sind weg. Die Verdauung klappt besser und die sexuelle Lust ist wieder da! 

Fast genau so war und ist es bei mir. 
Ich nehme seit Beginn der WWechseljahre Hrmone und mir geht es blendend.

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