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Wie und wann war eure Midlife-Crisis?

Letzte Nachricht: 13. Januar um 13:51
luna_1964
luna_1964
04.12.21 um 8:23

Frauen und Männer sind angesprochen. Was war bei euch anders in der Mitte des Lebens. Hattet ihr eine Midlife-Crisis? Falls ja, wann hattet ihr sie und was war anders?

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leckerchen
leckerchen
04.12.21 um 18:30

Irgendwie liest sich dein Beitrag recht frustriert an. Warum?

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luna_1964
luna_1964
04.12.21 um 19:08

Es sollte nicht frustriert wirken und ich bin es auch nicht.

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luna_1964
luna_1964
05.12.21 um 7:00

Dieses Thema habe ich erstellt, weil ich mit Ende vierzig/Anfang fünfzig nicht nur eine körperliche Veränderung gespürt habe, sondern auch eine geistige. Meine Lebenseinstellung wurde anders. Ich würde gelassener in vielen Dingen. Mich überkam die Lust auf Neues. Das hat nichts mit Frustration zu tun - im Gegenteil.

Nun interessiert mich, wie es anderen in der Mitte des Lebens erging. 

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C
cupcake127
05.12.21 um 10:07
In Antwort auf luna_1964

Dieses Thema habe ich erstellt, weil ich mit Ende vierzig/Anfang fünfzig nicht nur eine körperliche Veränderung gespürt habe, sondern auch eine geistige. Meine Lebenseinstellung wurde anders. Ich würde gelassener in vielen Dingen. Mich überkam die Lust auf Neues. Das hat nichts mit Frustration zu tun - im Gegenteil.

Nun interessiert mich, wie es anderen in der Mitte des Lebens erging. 

Kann ich in gewisse Weise nachvollziehen und bestätigen. Frau hat noch soviel Energie und Kraft. Der Horizont erweitert sich, Lebensfreude und Neugier sind da. Man fühlt sich lebendig, steht Mitten im Leben und hat die Gelassenheit. 

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luna_1964
luna_1964
05.12.21 um 12:19
In Antwort auf cupcake127

Kann ich in gewisse Weise nachvollziehen und bestätigen. Frau hat noch soviel Energie und Kraft. Der Horizont erweitert sich, Lebensfreude und Neugier sind da. Man fühlt sich lebendig, steht Mitten im Leben und hat die Gelassenheit. 

Ja, du bringst auf den Punkt.

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N
netterkerl1967
06.12.21 um 10:16

Ich bin 54 und viel geändert hat sich nicht ...
Außer dass ich das Gefühl habe dass die Lust auf Sex immer mehr zunimmt 

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K
kim-45
06.12.21 um 12:39
In Antwort auf cupcake127

Kann ich in gewisse Weise nachvollziehen und bestätigen. Frau hat noch soviel Energie und Kraft. Der Horizont erweitert sich, Lebensfreude und Neugier sind da. Man fühlt sich lebendig, steht Mitten im Leben und hat die Gelassenheit. 

Was mich daran stört ist das Wort Krise weil es hört sich ja sehr lebendig an 

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luna_1964
luna_1964
07.12.21 um 23:57
In Antwort auf kim-45

Was mich daran stört ist das Wort Krise weil es hört sich ja sehr lebendig an 

Vielleicht wäre das Wort "Veränderung" zutreffender anstatt Krise. 
Der Wunsch, in seinem Leben etwas zu verändern. Zum Beispiel in beruflicher Hinsicht, oder in der Partnerschaft. Manche Menschen schaffen diese Veränderung nicht und werden unzufrieden. Es entsteht eine Krise.

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L
lustigermann
08.12.21 um 13:54

Ja, das kenne ich...mit 40... und auch mit 50...Krise trifft es ganz gut, vorallem wenn man nicht darauf vorbereitet ist.
Das Gute daran, man fängt an sich zu hinterfragen, sein Leben, seine Einstellung, seine Beziehung, seine Freunde, und und und...und das ist ein spannender Prozess bei dem man soviel über sich selber erfäht. Leider habe ich damit so richtig erst nach 50 begonnen...
Zu den Krisen selber möchte ich mich nicht öffentlich äusseren...PN eventuell

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luna_1964
luna_1964
09.12.21 um 6:05
In Antwort auf lustigermann

Ja, das kenne ich...mit 40... und auch mit 50...Krise trifft es ganz gut, vorallem wenn man nicht darauf vorbereitet ist.
Das Gute daran, man fängt an sich zu hinterfragen, sein Leben, seine Einstellung, seine Beziehung, seine Freunde, und und und...und das ist ein spannender Prozess bei dem man soviel über sich selber erfäht. Leider habe ich damit so richtig erst nach 50 begonnen...
Zu den Krisen selber möchte ich mich nicht öffentlich äusseren...PN eventuell

Ja, das hast du gut erklärt. Ein Bekannter von mir, hat sich mit 40 die Frage gestellt: War das schon alles, was mir das Leben zu bieten hat? Er hatte eine wirkliche Krise. Kurze Zeit später hat er in seinem Leben so einiges verändert. 
Er hat sich einen neuen Job gesucht und hatte plötzlich eine Geliebte. Seine Frau hat es herausgefunden und ließ sich scheiden. Im neuen Job lief es auch nicht so gut. Er befand sich in der nächsten Krise. 

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L
lude14
03.01.22 um 9:09

Bisher scheint es ja zumindest hier im Forum meine Stereotype zu geben.
ich bin Mitte 40 und frage mich schon ab und zu, ob sowas kommt oder schon da ist.
Rundum zufrieden bin ich nicht, aber auch nicht unzufrieden. Ich kann die schönen Dinge sehen.
Gelassener bin ich manchmal. Neugieriger bin ich. Als meine spannendste Entwicklung bisher empfinde ich, dass ich mehr auf mein Gefühl hören möchte, weil ich ihm mehr vertraue als früher. 
Dennoch kann ich mich auch nicht dagegen wehren, dass ich hin und wieder eine gewisse Endzeitstimmung habe, die Frage was verpasst wurde und wie ich Ängste überwinden kann schleicht sich auch mal ein.

LG

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Kannst du deine Antwort nicht finden?

A
abusimbel3
10.01.22 um 11:05

Bis jetzt ist noch nichts anders. Ich bekomme aber langsam eine Vorstellung, was das ist, wie sich das anfühlt und warum manche Menschen sich dann seltsam verhalten.

Mal gespannt... kommt vielleicht auch noch bei mir.

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laurette120
laurette120
11.01.22 um 17:26

Ich glaube, meine Midlife-Crisis war, als ich neugierig war, von 43 bis 46. Seit meinem Coming-Out bin ich der glücklichste, den ich je hatte. Die Wechseljahre sind bei mir noch nicht aufgetreten. Ich habe keine Angst davor, ich weiß, dass es kommt, aber ich freue mich sehr darauf, die Wechseljahre hinter mir zu haben.

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luna_1964
luna_1964
12.01.22 um 6:34
In Antwort auf lude14

Bisher scheint es ja zumindest hier im Forum meine Stereotype zu geben.
ich bin Mitte 40 und frage mich schon ab und zu, ob sowas kommt oder schon da ist.
Rundum zufrieden bin ich nicht, aber auch nicht unzufrieden. Ich kann die schönen Dinge sehen.
Gelassener bin ich manchmal. Neugieriger bin ich. Als meine spannendste Entwicklung bisher empfinde ich, dass ich mehr auf mein Gefühl hören möchte, weil ich ihm mehr vertraue als früher. 
Dennoch kann ich mich auch nicht dagegen wehren, dass ich hin und wieder eine gewisse Endzeitstimmung habe, die Frage was verpasst wurde und wie ich Ängste überwinden kann schleicht sich auch mal ein.

LG

Was für Ängste meinst du? Älter und womöglich krank zu werden? Nicht zu wissen, was dir das Leben noch so bringen wird?
Oder Ängste etwas verpasst zu haben und eine Unzufriedenheit wächst in dir?

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luna_1964
luna_1964
12.01.22 um 6:35
In Antwort auf abusimbel3

Bis jetzt ist noch nichts anders. Ich bekomme aber langsam eine Vorstellung, was das ist, wie sich das anfühlt und warum manche Menschen sich dann seltsam verhalten.

Mal gespannt... kommt vielleicht auch noch bei mir.

Wie alt bist du?

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L
lude14
12.01.22 um 6:44
In Antwort auf luna_1964

Was für Ängste meinst du? Älter und womöglich krank zu werden? Nicht zu wissen, was dir das Leben noch so bringen wird?
Oder Ängste etwas verpasst zu haben und eine Unzufriedenheit wächst in dir?

Am ehesten sind es die Ängste, dass ich nicht genug meiner Wege gegangen bin, obwohl ich das mehr oder weniger schon getan habe. Ja, die Angst, etwas verpasst zu haben eben weil es sein kann, dass man krank wird oder plötzlich an einem Herzinfarkt stirbt. Es ist aber mitnichten so, dass ich darüber ständig grüble. Sowas springt mir halt ab und an in etwas grauen Stunden in den Kopf.
ich kann mich dem dann aber meist auch hingeben ohne ins Schwarz zu fallen.

Und ansonsten versuche ich, meine Schlüsse daraus zu ziehen und nicht zu viele Dinge aufzuschieben. Dafür ist das lebe dann dich zu kurz, wie ich auch schon miterleben musste

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luna_1964
luna_1964
12.01.22 um 6:45
In Antwort auf laurette120

Ich glaube, meine Midlife-Crisis war, als ich neugierig war, von 43 bis 46. Seit meinem Coming-Out bin ich der glücklichste, den ich je hatte. Die Wechseljahre sind bei mir noch nicht aufgetreten. Ich habe keine Angst davor, ich weiß, dass es kommt, aber ich freue mich sehr darauf, die Wechseljahre hinter mir zu haben.

Ich persönlich finde, das Thema Wechseljahre wird viel zu negativ empfunden. Für mich war/ist es eine positive Erfahrung. Keine lästigen Regelblutungen mehr. Meine Lust auf Sex ist größer geworden. ich bin psychisch viel ausgeglichener. 
Hör nicht auf die vielen negativen Berichte. Es kann alles sehr positiv sein. 

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nordlicht0812
nordlicht0812
12.01.22 um 7:55

Luna, ich glaube ich habe die Geschichte kürzer schon mal erwähnt. Ich weiß nicht, ob es eine Midlife-Crisis war oder ist. Mit ca. 50 hat sich einiges in meinem Leben geändert. Ich war geschieden und meine Stieftochter, die ich 15 Jahre lang mit groß gezogen hatte, hatte den Kontakt abgebrochen. Ich habe viel nachgedacht und mir wurde bewusst, das mir eigene Kinder fehlen. Laut spielende Kinder auf der Straße waren plötzlich nicht mehr nervig, sondern ich nahm war, das es ihnen viel Spaß machte. Versuche eine neue Partnerin mit Kinderwunsch zu finden, schlugen fehl. Ich habe wohl zu verkrampft gesucht. Im Internet habe ich viel über Kinderwunsch gelesen und so bin ich auch auf Samenspender- und Co-Parenting Portale gestoßen. Es hat noch einige Zeit gedauert bis ich den Mut gefasst hatte mir einen Account zuzulegen. Nach etlichen vergeblichen Kontakten über mehrere Jahre habe ich ein Frauenpaar gefunden, mit dem "die Chemie" stimmt. Heute bin ich Papa einer 4 jährigen Tochter, die ich alle 3 Wochen ein ganzes Wochenende lang sehe und ihr fast jeden Tag übers Handy eine gute-Nacht-Geschichte vorlese.

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A
abusimbel3
12.01.22 um 14:23
In Antwort auf nordlicht0812

Luna, ich glaube ich habe die Geschichte kürzer schon mal erwähnt. Ich weiß nicht, ob es eine Midlife-Crisis war oder ist. Mit ca. 50 hat sich einiges in meinem Leben geändert. Ich war geschieden und meine Stieftochter, die ich 15 Jahre lang mit groß gezogen hatte, hatte den Kontakt abgebrochen. Ich habe viel nachgedacht und mir wurde bewusst, das mir eigene Kinder fehlen. Laut spielende Kinder auf der Straße waren plötzlich nicht mehr nervig, sondern ich nahm war, das es ihnen viel Spaß machte. Versuche eine neue Partnerin mit Kinderwunsch zu finden, schlugen fehl. Ich habe wohl zu verkrampft gesucht. Im Internet habe ich viel über Kinderwunsch gelesen und so bin ich auch auf Samenspender- und Co-Parenting Portale gestoßen. Es hat noch einige Zeit gedauert bis ich den Mut gefasst hatte mir einen Account zuzulegen. Nach etlichen vergeblichen Kontakten über mehrere Jahre habe ich ein Frauenpaar gefunden, mit dem "die Chemie" stimmt. Heute bin ich Papa einer 4 jährigen Tochter, die ich alle 3 Wochen ein ganzes Wochenende lang sehe und ihr fast jeden Tag übers Handy eine gute-Nacht-Geschichte vorlese.

Von wem gingen die Veränderungen denn aus? Wenn sie von dir ausgingen, weil du das Gefühl hattest, etwas ändern zu müssen, weil das Leben so kurz ist und du noch so viel vorhast, dann würde ich es Midlife-Crisis nennen. Wenn die Änderungen „passiert“ sind, weil … aus Gründen … würde ich es aus dem Bauch heraus nicht so nennen. Jedenfalls nicht typischerweise. Das ist aber gerade nur meine gefühlte Definition aus dem Bauch heraus.

Vielleicht fallen die Veränderungen aber auch mit einer Midlife-Crisis zusammen. Dein Kinderwunsch passt da finde ich schon ganz gut dazu.

Spielt ja auch keine Rolle, es ist jedenfalls ein toller Bericht, den du hier beigetragen hast.
 

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nordlicht0812
nordlicht0812
13.01.22 um 7:55
In Antwort auf abusimbel3

Von wem gingen die Veränderungen denn aus? Wenn sie von dir ausgingen, weil du das Gefühl hattest, etwas ändern zu müssen, weil das Leben so kurz ist und du noch so viel vorhast, dann würde ich es Midlife-Crisis nennen. Wenn die Änderungen „passiert“ sind, weil … aus Gründen … würde ich es aus dem Bauch heraus nicht so nennen. Jedenfalls nicht typischerweise. Das ist aber gerade nur meine gefühlte Definition aus dem Bauch heraus.

Vielleicht fallen die Veränderungen aber auch mit einer Midlife-Crisis zusammen. Dein Kinderwunsch passt da finde ich schon ganz gut dazu.

Spielt ja auch keine Rolle, es ist jedenfalls ein toller Bericht, den du hier beigetragen hast.
 

Ich hatte hauptsächlich zwei Gedanken. Zum einen das Gefühl etwas ganz wichtiges und schönes im Leben verpasst zu haben und den Gedanken 'was bleibt von mir, wenn es mich mal nicht mehr gibt'.
Unter Krise verstehe ich aber etwas was auch wieder vorbei geht. Viele Menschen in der Midlife-Crisis machen etwas, was sie später selbst nicht mehr gut finden. Die Kleine ist etwas wunderbares und wird es immer bleiben. Ich bin damit auch immer offen umgegangen. Jeder in meinem Umfeld (Arbeit, Freunde, Nachbarn,...) wissen davon und 99% sind positv beeindruckt, das ich das so in die Tat umgesetzt habe.

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luna_1964
luna_1964
13.01.22 um 8:26
In Antwort auf nordlicht0812

Luna, ich glaube ich habe die Geschichte kürzer schon mal erwähnt. Ich weiß nicht, ob es eine Midlife-Crisis war oder ist. Mit ca. 50 hat sich einiges in meinem Leben geändert. Ich war geschieden und meine Stieftochter, die ich 15 Jahre lang mit groß gezogen hatte, hatte den Kontakt abgebrochen. Ich habe viel nachgedacht und mir wurde bewusst, das mir eigene Kinder fehlen. Laut spielende Kinder auf der Straße waren plötzlich nicht mehr nervig, sondern ich nahm war, das es ihnen viel Spaß machte. Versuche eine neue Partnerin mit Kinderwunsch zu finden, schlugen fehl. Ich habe wohl zu verkrampft gesucht. Im Internet habe ich viel über Kinderwunsch gelesen und so bin ich auch auf Samenspender- und Co-Parenting Portale gestoßen. Es hat noch einige Zeit gedauert bis ich den Mut gefasst hatte mir einen Account zuzulegen. Nach etlichen vergeblichen Kontakten über mehrere Jahre habe ich ein Frauenpaar gefunden, mit dem "die Chemie" stimmt. Heute bin ich Papa einer 4 jährigen Tochter, die ich alle 3 Wochen ein ganzes Wochenende lang sehe und ihr fast jeden Tag übers Handy eine gute-Nacht-Geschichte vorlese.

Sehr beeindruckend, wie du dein Leben verändert hast. Ich habe große Achtung vor Menschen, die nicht über ihr Leben jammern, sondern alles Mögliche versuchen, um es in andere Bahnen zu lenken. 

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abusimbel3
13.01.22 um 13:51
In Antwort auf nordlicht0812

Ich hatte hauptsächlich zwei Gedanken. Zum einen das Gefühl etwas ganz wichtiges und schönes im Leben verpasst zu haben und den Gedanken 'was bleibt von mir, wenn es mich mal nicht mehr gibt'.
Unter Krise verstehe ich aber etwas was auch wieder vorbei geht. Viele Menschen in der Midlife-Crisis machen etwas, was sie später selbst nicht mehr gut finden. Die Kleine ist etwas wunderbares und wird es immer bleiben. Ich bin damit auch immer offen umgegangen. Jeder in meinem Umfeld (Arbeit, Freunde, Nachbarn,...) wissen davon und 99% sind positv beeindruckt, das ich das so in die Tat umgesetzt habe.

„Unter Krise verstehe ich aber etwas was auch wieder vorbei geht.“

Die Unzufriedenheit mit der Situation ist vorbeigegangen. Wie gesagt, das ist alles nur eine gefühlte Definition. Und es passt auf jeden Fall gut zum Thema.

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